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Verfasst am: 27. 03. 07 [08:50]
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vroni62
Themenersteller
Dabei seit: 26.04.2006
Beiträge: 1862
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Hallo zusammen,
mich plagt seit gestern auch ein Problem. Endlich - nach 2 Jahren intensiver Suche - habe ich ein gutes Stellenangebot bekommen. Ich könnte in der Vertriebssachbearbeitung arbeiten. Das würde mir auch gefallen und ich könnte endlich hier kündigen. Wie ich schon öfters gepostet habe, bin ich bei meiner jetzigen Tätigkeit total unterfordert.
Nun habe ich ja das Jobangebot für den Vertrieb und müsste leider beim Thema Gehalt einen Kompromiss eingehen müssen, also weniger verdienen und dazu noch weiter fahren. Dazu kommt, dass ich die Fahrtkosten, dank unserem Finanzamt nicht mehr steuerlich absetzen kann.
Würdet ihr jeden Kompromiss eingehen nur um endlich einen anderen Job zu bekommen? Wie erwähnt vom Arbeitsklima her ist es hier erträglich, jedoch zu wenig zu tun. Oder soll ich es riskieren und weitere Bewerbungen schreiben in der Hoffnung halbwegs mein Gehalt wieder zu bekommen. Es ist ja nicht gerade motivierend mit weniger anzufangen.
Was meint ihr?
Vroni
Lass dich nicht gehen, geh selbst!
Magda Bentrup
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Verfasst am: 27. 03. 07 [08:57]
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Gelöschter Benutzer
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Schwer zu sagen, würde es netto sehr viel weniger ausmachen?
Wenn die neue Stelle Dein Traumjob wäre und Dir ein längerer Anfahrtsweg nichts ausmacht, Du trotz weniger Gehalt gut mit Deinem Geld auskommen würdest, dann würde ich es machen.
Ganz schön viel "wenn", "dann", "würde" - ich weiß. Aber da ich Deine Situation nicht kenne ist es schwierig einen Rat zu geben.
Hättest Du denn die Möglichkeit, im neuen Job mit der Zeit die Gehaltsleiter hochzuklettern?
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Verfasst am: 27. 03. 07 [08:57]
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judkus
Dabei seit: 12.02.2007
Beiträge: 95
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Ich kann dich so gut verstehen. Mir geht es ähnlich. Ich bin mit meinen jetzigen Job sehr unzufrieden, verdiene aber sehr gut. Alle Firmen, bei denen ich mich vorstelle, schlucken sehr, wenn sie mein jetziges Gehalt hören.
Nun stellt sich für mich die Frage, wie weit muss ich runter gehen, um endlich den Job wechseln zu können. Schließlich möchte ich hier endlich weg, aber nicht für einen Hungerlohn. Ich weiß auch nicht so recht, was ich machen soll. Denn einen gewissen Standard möchte ich nicht aufgeben.
Wäre es denn bei dir sehr viel weniger??
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Verfasst am: 27. 03. 07 [08:59]
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candj
Dabei seit: 30.10.2003
Beiträge: 1596
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Die Frage ist nun, wie lange du meinst, es noch in deiner jetzigen Firma auszuhalten? Wenn du meinst, paar Monate funktioniert das noch, würde ich weitersuchen.
Und die Frage ist auch, wieviel du netto weniger Verdienst. Ich glaube wenn es mehr als 150 Euro sind, würde ich mir das Ganze stark überlegen. Aber Geld ist ja bekanntlich nicht alles.
"Genieße dein Leben in vollen Zügen?"
Nee, ich fahr lieber im leeren Auto!
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Verfasst am: 27. 03. 07 [09:10]
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vroni62
Themenersteller
Dabei seit: 26.04.2006
Beiträge: 1862
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Habt herzlichen Dank für Eure Antworten.
Ja, es wäre für mich netto so um die 150,-- EUR weniger und dann noch zusätzlich ein mehr Aufwand an km zu fahren mit ca. 20 km (hin- und zurück). Das wäre auch noch zusätzlich zu bezahlen.
Leider habe ich wie wohl die meisten auch nicht gerade Geld zum verschenken. Ich bin zwar verheiratet und somit nicht von diesem einen Gehalt abhängig aber:
die Lebenshaltungskosten steigen ja ständig, das muss ich keinem erzählen
die Differenz ist schwer wieder einzuholen, denn solche Gehaltssprünge gibt es nicht mehr
meine Söhne werden teurer je älter sie werden
und ganz davon abgesehen, es ist und bleibt nicht motivierend mit weniger Gehalt anzufangen, noch dazu wenn man letztendlich doch nicht genau weiß wie dort das Betriebsklima ist und ob man nicht doch vom Regen in die Dachtraufe kommt ... Bei den VG's sieht ja das immer viel schöner beschrieben aus wie es dann in der Wirklichkeit oft ist.
Judkus, ich sehe schon wir befinden uns beide in der gleichen Zwickmühle!
Wie alt bist Du denn? Ich bin 45 und habe eben eine Gehaltshistorie hinter mir.
Vroni
Lass dich nicht gehen, geh selbst!
Magda Bentrup
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Verfasst am: 27. 03. 07 [09:30]
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judkus
Dabei seit: 12.02.2007
Beiträge: 95
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Hallo Vroni,
ich werde dieses Jahr 29 und habe das Glück, dass sich mein Gehalt in den letzten Jahren sehr gut entwickelt hat. Leider gewöhnt man sich schnell daran, so dass man sich zu große Abstriche machen möchte.
Hast du dich denn bereits entschieden? Was meint dein Mann dazu?
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Verfasst am: 27. 03. 07 [09:44]
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vroni62
Themenersteller
Dabei seit: 26.04.2006
Beiträge: 1862
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Hallo Judkus,
Du bist ja noch ein richtiger Jungspunt im Vergleich zu mir!
Bei mir ist es auch so, ich würde lieber gestern wie heute wechseln, doch nicht zu jedem Preis! Und eine Garantie hat man letztendlich eben auch nicht, dass es im neuen Job besser ist mit der Arbeit und dem Umfeld. Da bin ich auch sehr vorsichtig.
Mein Mann überlässt die Entscheidung mir. Er kann mit beidem leben.
Der Job sollte ja letztendlich auch Spaß machen, doch wer verzichtet denn gerne freiwillig auf Geld. Mir geht es ja in diesem Job nicht menschlich schlimm, ich werde ja nicht unter meiner Menschenwürde behandelt. Es ist eben nur so unerträglich langweilig, wenig Arbeit und eben dieser klassische Sekretärinnenjob mit recht altmodischen Bedingungen. Seufz ...Ich werde nochmals gehaltlich mit der anderen Firma nachverhandeln. Das kann nicht das letzte Wort sein ....
Vroni
Lass dich nicht gehen, geh selbst!
Magda Bentrup
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Verfasst am: 27. 03. 07 [09:46]
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Pommern
Dabei seit: 27.09.2005
Beiträge: 855
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Ich bin in derselben Situation, suche seit 3 Jahren und bin bereits Ende 40.
Rechne dir mal die Fahrtkosten aus und bedenke dabei, dass dein Auto mehr Inspektionen braucht, schneller abgenutzt ist etc. Wenn du die 30 Cent des Finanzamtes nimmst, so kommst du bei nur 20 km mehr pro Strecke im Jahr auf 2600 Euro. Wir wissen auch nicht, wohin die Benzinpreise sich entwickeln. Mein Auto ist 3 ½ Jahre alt und hat bereits 70.000 km runter. Ich denke mit Grausen daran, dass es in weiteren 3 Jahren vermutlich 150.000 km sind, ich dann schon an den Kauf eines neuen denken muss. Heute weiß ich nicht, wovon ich in 3 Jahren ein neues Auto kaufen soll. Das solltest du auch berechnen, wenn es um das Gehalt geht.
Grundsätzlich würde ich nicht für weniger Geld einen neuen Job antreten, es sei denn, aus einer Notsituation wie Arbeitslosigkeit heraus. Dein neuer Arbeitgeber würde sich wohl auch für zukünftige Gehaltsverhandlungen merken, dass du ganz leicht ?zufrieden zu stellen? bist.
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Verfasst am: 27. 03. 07 [09:57]
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vroni62
Themenersteller
Dabei seit: 26.04.2006
Beiträge: 1862
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Pommern, Du sprichst mir aus der Seele!
Mein Auto ist schon uralt und hat 190.000 km auf dem Buckel, ist aber ein Diesel und qualitativ noch super. Trotzdem wird er in den nächsten Jahren seinen Geist aufgeben, klare Sache! Oder ich darf mit meinen EUR 2 nicht überall mehr in die Städte fahren. Da sorgt dann auch schon unsere Gesetzesgebung dafür.
Mein Leitsatz bei den Gehältern ist eigentlich auch der:
YOU GET WHAT YOU PAY FOR!
Was denken sich die Personaler eigentlich was für Leute sie bekommen, die sie zuvor deutlich im Gehalt runtergeschraubt haben?
Mache ich einen Quercheck in der Region bei mittelständischen Firmen, dann stelle ich fest, dass ich zwar gut verdiene, aber noch durchaus nicht im obersten Level bin.
Vroni
Lass dich nicht gehen, geh selbst!
Magda Bentrup
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Verfasst am: 27. 03. 07 [10:04]
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bramble
Dabei seit: 27.02.2006
Beiträge: 2783
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Vroni, Geld allein macht nicht gluecklich. Ich bin in einer aehnlichen Situation wie Judkus: bekomme ein ueberdurchschnittliches Gehalt, bin aber vom Job her sehr unzufrieden. Es kann doch nicht Sinn des (Arbeits-)Lebens sein, 37 oder 40 oder wieviele Stunden auch immer ungluecklich im Buero zu sitzen und auf den Feierabend zu warten! Lebensqualitaet ist so wichtig, und vielleicht macht es dir den Verdienstverlust etwas leichter. Ausserdem koenntest du evtl. noch heraushandeln, dass du nach der Probezeit/6 oder 12 Monaten eine Gehaltserhoehung bekommst?
Liebe Gruesse
Bramble
Just relax and have fun... it's amazing what you can achieve!
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