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Verfasst am: 21. 04. 10 [13:09]
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Oachkatzl
Themenersteller
Dabei seit: 27.03.2009
Beiträge: 115
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Hallihallo ihr Lieben!
Vielen, vielen Dank für Eure ermutigenden Worte ... es tut sehr, sehr gut das zu lesen.
Jetzt habe ich alle Zeit der Welt, mich auf mich selbst zu konzentrieren und daran zu arbeiten wieder gesund zu werden. ... und genau das werde ich tun!! Der Reha-Antrag ist jetzt jedenfalls auf dem Weg und ich bin mal gespannt, wann sich jemand bei mir meldet.
Ich habe Menschen um mich herum, die mich lieben und brauchen ... und zwar gesund! 
Jetzt geb ich euch erst mal den neusten Bericht von der Front:
Von meinem Anwalt habe ich gestern Mittag ein Fax bekommen. Mein AG hat auf sein Schreiben geantwortet. Wie erwartet, wurde die Kündigung betriebsbedingt ausgesprochen. Der Kunde wird bestätigen, dass keine weitere Verwendung gewünscht ist und der AG wird darlegen, dass Versuche, mich einzusetzen erfolglos waren - das hat er zwar nie versucht, obwohl ich darum schon vor über einem Jahr gebeten habe, aber ...
Ansonsten steht in dem Schreiben meines AG´s, dass er die Kündigung natürlich weiterhin aufrecht erhält. Was mich ein bißchen stört, ist die Bezeichnung "kaufmännische Mitarbeiterin", die er immer gebraucht. Ich bin mal gespannt, wie er das in dem Zwischenzeugnis ausdrückt, was er mir für die nächsten Tage zugesichert hat.
Übrigens hat er die kundenseitige Abmeldung mit meinen Fehlzeiten begündet, was ja soweit zu erwarten war: "... und Fr. XY nun über mehrere Monate aus Krankheitsgründen nicht in der Lage war, ihrer Arbeit nachzukommen ..." - jedoch steht dahinter in Klammern: "im Jahr 2010, 32 produktive und 46 unproduktive Tage"
Fällt euch da was auf? Ihr könnt gerne mal einen Kalender zur Hand nehmen und nachrechnen. :shock:
Weiterhin "beschwert" er sich, dass er ja das weitere Vorgehen mit mir hätte besprechen wollen, ich aber telefonisch nicht zu erreichen gewesen wäre. Mehrere Versuche blieben ohne Erfolg, lediglich mein LEBENSGEFÄHRTE (häää?? ... das ist mein Ehemann und das wissen die auch ganz genau) hätte zurückgerufen.
Natürlich hat er angerufen - um zu sagen, dass ich Ruhe brauche, um gesund zu werden. Ist das so schwer zu verstehen? Besprechen wollte er wohl herzlich wenig ... unter Druck setzen wollten mich seine Damen, denn nicht er selbst hat angerufen, sondern seine Angestellte und seine Partnerin, die mit mir gar nichts zu tun hat und seiner Zeit bei den Absprachen mit dem Kunden gar nicht dabei war. Hätte er mir vielleicht zunächst mal gute Besserung wünschen wollen oder wirklich erfahren wollen, was mir fehlt, dann wäre eine E-Mail bestimmt angebracht gewesen, denn sonst haben wir auch viel darüber kommuniziert. Grrr ... ich reg mich schon wieder auf und das will ich doch gar nicht ... lohnt sich eh nicht.
Ach, und mit der Forderung, eine Erklärung auf Erfüllung der bestehenden Gehaltsansprüche abzugeben, hat mein Anwalt ihm wohl kräftig auf die Füße getreten ... dazu hat er geschrieben, dass sein Unternehmen jederzeit und ohne Ausnahme den Gehaltsansprüchen aller Mitarbeiterin und Mitarbeiter gerecht wird und das hat er auch noch unterstrichen.
*gg* ... aber ich denke, mein Anwalt wird schon wissen, warum er darum gebeten hat.
Na, jetzt geht alles seinen Weg und ich kann nur abwarten. Mal sehen, was noch so kommt.
Soviel vorerst heute von mir ... jetzt muss ich mir erst mal wieder die Finger aufwärmen, die sind ganz kalt geworden vom Tippen.
Liebe Grüße schickt euch
das Oachkatzl
Die Zukunft sollte man nicht voraussagen wollen, sondern möglich machen
und das Glück findest du nicht, wenn du es suchst, sondern wenn du zuläßt, daß es dich findet.
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Verfasst am: 21. 04. 10 [13:16]
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Firuze
Dabei seit: 21.07.2003
Beiträge: 842
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Liebes Katzl,
ich möchte mich allen anschließen mit meinen guten Wünschen. Wir haben hier eine Kollegin, die auch einen Burn-out hatte, weil sie alles in sich hinein gefressen hat und selbst als sie krank geschrieben war, sollte es keiner erfahren, weil sie Angst vor der Reaktion der Kollegen hatte. Die war jedoch ganz anders als sie dachte. Sie hat mit dem Hamburger Modell wieder angefangen, sie hat ein neues Büro bekommen, alleine - weil sie sich mit der Kollegin nicht so 100% verstanden hat und arbeitet jetzt wieder voll und hält sich auch an die Pausen, die hatte sie vorher nämlich auch nicht gemacht, weil ja soviel zu tun war. Keiner der Kollegen ist ihr dumm gekommen und die Personalabteilung hat sie unterstützt. So kann es also auch gehen.
Bei aller Anstrengung würde ich mir aber doch überlegen, gegen diesen AG vorzugehen, schon allein dieser Psychoterror während deiner Krankschreibung ist gesetztwidrig, fällt unter Mobbing. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kündigung rechtens war - mittlerweile sind die Gerichte bei solchen Aktionen recht scharf gegen die AGs. Zeig' ihm was eine Harke ist, so kann man mit einem Menschen nicht umgehen, das hilft dir vielleicht auch bei der Krisenbewältigung, du bist schließlich kein Mäuschen, sondern ein toughes Oachkatzl, dass dem Idioten die Nüsse an den Kopf donnert, auf dass er mal was merkt!
Vorallem genieße jetzt den Frühling, mach was Schönes mit deinem Mann und laß es dir gut gehen!
Liebe Grüße
Firuze
"Man sieht nur mit dem Herzen gut" Antoine de Saint-Exupéry
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Verfasst am: 21. 04. 10 [13:54]
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Pinkie
Dabei seit: 15.09.2007
Beiträge: 2607
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Hallo Katzl,
danke für das Update. Hoffentlich schlägt Dein Anwalt das Maximale für Dich raus nebst einem super Zeugnis!!
Firuze, schön zu lesen, dass es auch andere AGs gibt, die ihrer Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern auch wirklich nachkommen. Das macht Hoffnung!!
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Verfasst am: 21. 04. 10 [14:52]
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speedy1984
Dabei seit: 14.01.2009
Beiträge: 1491
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Hallo zusammen! Oachkatzl, auch wenn ich deinen Thread hier bisher nur still mitgelesen habe - einfach weil er mir so ans Herz ging - ich wünsche dir alles erdenklich Gute!
Eine gute Freundin von mir - fast im 6. Monat schwanger - wurde nun auch extrem von ihrer Cheffin gemobbt. Diese hat bei Kunden schlecht über sie gesprochen und Unwahrheiten erzählt, selbst vor den Kolleginnen, obwohl die die Wahrheit kannten und wussten, dass es Lügen sind. Es kam soweit, dass meine Freundin mit Zwischenblutungen ins Krankenhaus musste und seitdem eigentlich immer wieder krank geschrieben worden ist, weil es ihr nciht gut ging. Ein Grund mehr für die Cheffin, gegen sie zu wettern, denn "Schwangerschaft ist ja keine Krankheit und und und...und früher war sowieso alles anders". Inzwischen ging es meiner Freundin auch an die Psyche. Jeden SO hat sie Krämpfe bekommen und ihr ging es schlecht, weil sie Angstzustände bekommen hat. Am MO war sie bei einer sehr netten Ärztin, die ihr nun ein Arbeitsverbot ausgesprochen hat! Nach der Entbindung wird sie ca. 2 Jahre zu Hause bleiben und sich dann was anderes suchen!
Mädels, passt auf euch auf! *drück alle in der Runde einmal dicke*
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Verfasst am: 22. 04. 10 [12:44]
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Oachkatzl
Themenersteller
Dabei seit: 27.03.2009
Beiträge: 115
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Ohjeeee!
Da kann man gut dran erkennen, wie niedrig viele Menschen (mich eingeschlossen) inzwischen ihre Toleranzgrenze gesetzt haben. Ich finde das ganz schlimm!!
Was muss alles passieren, bevor man aufwacht und von alleine erkennt: Hier ist Schluss, jetzt ist die Zeit gekommen, die Reißleine zu ziehen!?
Aber wundern sollten wir uns nicht, denn schon früh wird man zum Ja-Sager erzogen, um bloß nicht unangenehm aufzufallen und um Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen.
Das fängt doch in der Schule an ...
"Kind, leg dich nicht mit den Lehrern an, die sitzen am längeren Arm und dein Zeugnis brauchst du für dein späteres Leben!" - Selbst wir Eltern stellen und da schon oft nicht hinter die Kinder, sondern gehen den unteren Weg, um den Kindern ihren Weg nicht zu verbauen ... aber ist das der wirkliche Grund? Mal ganz ehrlich, sind nicht auch oft wir selbst als Eltern zu feige oder zu müde, dort eine Baustelle zu eröffnen und einen unbequemen Weg zu gehen??
Es geht weiter in der Ausbildung ...
"Du musst lernen, den Anordnungen deines Ausbilders zu folgen. Du kannst es dir nicht erlauben, den Ausbildungsplatz zu verlieren. Lehrjahre sind keine Herrenjahre!" - Ist das wirklich heute noch so? Gerade heute sollten doch unsere Kinder und Jugendlichen lernen, ihre Ellenbogen einzusetzen, wir sollten ihnen nur beibringen, das an der richtigen Stelle und mit dem richtigen Feingefühl zu tun. Diplomatie und den richtigen Umgangston zu lehren sind meiner Meinung nach viel wichtiger, als Ja-Sagen vorzuleben.
Ich könnte das noch beliebig weiter ausführen ... aber jetzt werd ich philosophisch ... das lassen wir besser.
Speedy, ich wünsche deiner Freundin alles erdenklich Gute und dass sie nicht in 2 Jahren dann wieder in solch einen Teufelskreis gerät. Hab ein Auge auf sie und hau ihr auf die Finger
Allen anderen nochmal vielen Dank, ich werde eure Ratschläge beherzigen!
*sammelt schon mal ganz viele Kokosnüsse zum schmeißen* :twisted:
Ein grimmig grinsendes
Oachkatzl
Die Zukunft sollte man nicht voraussagen wollen, sondern möglich machen
und das Glück findest du nicht, wenn du es suchst, sondern wenn du zuläßt, daß es dich findet.
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Verfasst am: 23. 04. 10 [19:50]
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Bueromieze
Dabei seit: 06.12.2009
Beiträge: 202
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Liebes Oachkatzel, es erschreckt mich zutiefst, was ich hier lesen muss. Es tut mir so leid, was Dir widerfahren ist! Deine Schilderungen machen mich sehr nachdenklich, da ich es vorhin noch bis zum Auto geschafft habe, bevor ich in Tränen ausgebrochen bin... Hmm, körperlich ist alles okay, aber wenn die Seele getroffen wird, versagt doch alles.
Ich wünsch Dir von Herzen alles Gute, halte durch und werde gesund!!
Ganz liebe Grüße aus Berlin von der anderen Katze hier im Forum
"Tue erst das Notwendige, dann das Mögliche, plötzlich schaffst Du das Unmögliche" Nach Franz von Assisi
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Verfasst am: 01. 06. 10 [11:32]
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Alleinzuhaus1
Dabei seit: 05.08.2005
Beiträge: 450
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Ich hoffe, Dir geht es inzwischen ein wenig besser, Oachkatzel. Bisher war ich einfach zu erschüttert, wie vielen Kolleginnen es doch so geht, um zu antworten.
Ich habe so das Gefühl, dass man gar nicht sehr weit gehen muss, um weitere Beispiele zu finden. In vielen Firmen zählt der Mensch nicht mehr und selbst altgediente, früher nie kranke Kollegen, fallen plötzlich Monate lang aus bzw. kehren überhaupt nicht mehr an den Arbeitsplatz zurück, weil sie dort den Druck einfach nicht mehr standhalten können. Ich frage mich wirklich, ob wir Menschen tatsächlich in so einer Gesellschaft leben möchten und auch, was bzw. ob nicht jeder Einzelne etwas verändert könnte, auch wenn es nur Kleinigkeiten wären, wenn er wollte bzw. ein wenig genauer hinschauen würde.
Heute wird die vorhandene Arbeit auf immer weniger Mitarbeiter verteilt. Überstunden, die nicht bezahlt werden, gehören doch schon fast zum guten Ton. Wer auch nur gelegentlich pünktlich nach Hause geht, wird doch in vielen Firmen schon merkwürdig angesehen. Freies Wochenende oder Urlaub ohne Anrufe aus der Firma sind auch bei vielen Firmen selten geworden. Viele Chefs verlangen doch heute von ihren Angestellten ständige Erreichbarkeit über das Handy. Der Mensch hat keine Zeit mehr zur Erholung. Ich frage mich wirklich, wo hier die Grenze ist bzw. ob wir diese nicht schon lange überschritten haben.
Es stimmt schon, dass die Gerichte heute bei Mobbing harte Strafen verhängen. Ich sehe das Probleme jedoch auch darin, dass lange nicht alles als Mobbing gesehen werden will, was für den betroffenen Mitarbeiter aber so zu sehen ist. In einigen Firmen sagt man einfach, bei uns gibt es kein Mobbing. Wer meint, dass hier gemobbt wird, ist einfach zu empfindlich. Machen sich diese Firmen das nicht alles zu einfach?
Ich habe gerade eine neue Variante von Mitarbeiterüberwachung kennengelernt. In einem Unternehmen, wo schon alle Mitarbeiter auf selbstständiger Basis arbeiten, führt der Arbeitgeber jetzt auch noch ein, dass angeblich zu Schulungszwecken auch 'interne' Gespräche und der Mailverkehr aufgezeichnet wird. Damit will man angeblich erreichen, dass die Disponenten die Außendienstler richtig informieren. Ich frage mich wirklich, ob in einer vernünftigen Firma so etwas nötig ist. In der Firma gibt es kein Gebäude, wo alle Mitarbeiter sich treffen können. Alle Mitarbeiter sitzen in dieser Firma Deutschland weit zu Hause und arbeiten über Intranet, Internet und Telefon. Es gibt natürlich Mitarbeiter, die häufiger Kontakt zueinander haben und so auch einen persönlichen Kontakt aufgebaut haben. Das will dieses Unternehmen aber scheinbar nicht. Für mich ist das Big Brother is watching you. Da alle auf selbstständiger Basis dort arbeiten, bleibt nur die Möglichkeit die Geschäftsbeziehung einzustellen, wenn man sich dieser Maßnahme nicht unterwerfen will. Das hat in meinen Augen nichts mehr mit Schulung zu tun. Für mich ist das ein reines Kontrollorgan, um die Mitarbeiter zu kontrollieren, um so herauszufinden, wer sich gut mit wem versteht, was wohl nicht wirklich gewollt ist. Mich würde auch sehr interessieren, ob so eine umfangreiche Überwachung überhaupt durch den Datenschutz gedeckt ist.
LG
Alleinzuhaus
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Verfasst am: 03. 06. 10 [12:26]
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Oachkatzl
Themenersteller
Dabei seit: 27.03.2009
Beiträge: 115
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Hallihallo ihr Lieben!
Nun Alleinzuhaus, mit dieser Frage sollte sich wohl ein Anwalt beschäftigen. Leider ist so vieles erlaubt, man muss dem Kind nur den richtigen Namen geben. Und mit der Nummer "wir wollen ja nur Ihr bestes" kommen leider die meisten Arbeitgeber und auch die Vorgsetzten immer wieder durch ... das habe ich ja nun viele Monate lang am eigenen Leib gespürt.
Ich habe gestern noch mit meiner ehemaligen Kollegin M. telefoniert, die bei der Tochterfirma derjenigen arbeitet, wo ich auch eingesetzt war. Ihr Büro liegt auf dem gleichen Gang, wie mein altes. Gleich ein paar Tage, nachdem ich krank geschrieben wurde, ist von meinem ehemaligen Arbeitgeber eine neue Kraft dort eingesetzt worden. Die war schon gleich am ersten Tag kreuzunglücklich und erzählt und bemängelt jetzt schon genau die Dinge, unter denen ich und auch schon meine Vorgängerin so gelitten haben. Die AdG benimmt sich bei ihr genauso und es wird nicht lange dauern, bis auch sie nicht mehr kann. Aber glaubt ihr, die Geschäftsleitung oder der Arbeitgeber lernen daraus und kicken diese Giftspritze endlich??? Nein, das sind immernoch alle "Neuen" Schuld. Mobbing gibts bei so einem tollen Weltkonzern ja nicht. Es ist einfach unglaublich. Ich rege mich schon wieder darüber auf ... und das sollte ich doch eigentlich gar nicht *grummelt* Aber wieder ist jemand ahnungslos ins offene Messer gelaufen und wird verheizt und ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich mich nicht an eine höhere Position gewandt habe, um zu erzählen, was da abgeht. Hätte es was gebracht? ... ich weiß es nicht.
Übrigens hatte ich keine Chance gegen meine Kündigung vorzugehen. Die ist rechtens und da kann ich nichts dran ändern. Da ich jedoch ohnehin nicht mehr dorthin zurück gehen wollte, habe ich auch aufgehört, mich deshalb verrückt zu machen. Ich nehme es so hin und gut ist.
Zur Zeit muss ich lernen bestimmte Dinge auszugrenzen (z. B. solche unabänderbaren Dinge wie die Kündigung) und mich auf mich zu konzentrieren. Das ist leichter gesagt, als getan. Kleine Dinge hauen mir oft schon den Boden unter den Füßen weg. Körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Herzstiche, massive Sehstörungen, Schlafstörungen usw. machen mir oft ziemlich zu schaffen. Als vor 2 Wochen dann noch meine Freundin starb, hatte ich dann erst noch mal einen Komplettzusammenbruch. Es hat einige Tage gedauert, bis ich mich wieder so weit im Griff hatte, dass ich nicht bei jeder Kleinigkeit in Tränen ausgebrochen bin.
Es gibt aber auch noch was Positives zu berichten!!! Mein Reha-Termin wurde auf kommenden Mittwoch festgelegt. Ich bin schon wahnsinnig aufgeregt und kann kaum noch schlafen (naja, das konnte ich vorher auf oft nicht). Meine Gedanken fahren Achterbahn und ich schwanke zwischen Freude und Neugier ... aber auch Angst. Es wird eine ziemlich lange Zeit sein, die ich weg bin und es ist das erste Mal, dass ich die Kontrolle hier zu Hause so komplett abgeben muss. Da ist die Mama nicht zu jeder Zeit greifbar, um alle täglichen Kleinigkeiten zu organisieren ... *seufz* Na, aber ich bin ja nicht aus der Welt und werde auch meinen Laptop mitnehmen. Dank ICQ werde ich doch so halbwegs auf dem Laufenden bleiben ... und Euch werde ich natürlich auch regelmäßig berichten wie es mir da so geht *nicktganzdoll*
*schiebt heimlich ne Kiste Secco und ne große Schale Erdbeeren ins Treppenhaus* und hängt einen Zettel an:
"Macht mal Pause und lacht miteinander.
Genießt die Sonne und trinkt ein Gläschen!
Mit den besten Grüßen
vom Oachkatzl!"
Die Zukunft sollte man nicht voraussagen wollen, sondern möglich machen
und das Glück findest du nicht, wenn du es suchst, sondern wenn du zuläßt, daß es dich findet.
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Verfasst am: 03. 06. 10 [15:18]
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Alleinzuhaus1
Dabei seit: 05.08.2005
Beiträge: 450
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Hallo Oachkatzl,
ich wünsche Dir alles Gute und dass Du wieder völlig gesund wirst. Genieß die Zeit und nimm dir vor allem die Zeit, die Du für dich brauchst,um wieder völlig hergestellt zu werden.
Ich stimme Dir vollkommen zu, dass vieles erlaubt ist, wenn man dafür nur einen passenden Namen findet. Ich hatte die Geschichte hier nur geschrieben, weil das für mich recht gut zum Thema passte. Wenn man untereinander schon nicht mehr mehr ein Wort sagen kann, ohne dass der Chef mithört, was herrscht da für ein Arbeitsklima? Auch manche privaten Dinge, die man einer netten engen Kollegin erzählen würde, mag man dann nicht sagen. Außerdem muss man auch dienstlich jedes Wort auf die Goldwaage legen. Man weiß ja nie, was in das Gesagte hinein interpretiert wird.
Was Du von Deiner Nachfolgerin schreibst, ist sehr schlimm. Aber auch da wird man kaum etwas dagegen tun können. So wird eine gute Mitarbeiterin nach der nächsten verheizt.
Ich finde es sehr gut, dass Du versuchst, mit den Dingen abzuschließen, die man nicht ändern kann. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es sehr schwer ist. Es muss nur die kleinste Kleinigkeit passieren und schon wird man wieder an das Erlebte erinnert. Es dauert Jahre, bis dass man mit so einer Kündigung gefühlstechnisch fertig wird. Wenn man sich dann noch in einem Vorstellungsgespräch für so eine Kündigung rechtfertigen muss, ist es besonders schlimm. So ging es mir jedenfalls, weil man ja dann oftmals auch nicht ehrlich sagen kann, was da tatsächlich passiert ist.
LG
Alleinzuhaus
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Verfasst am: 03. 06. 10 [19:33]
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hexchenCologne
Dabei seit: 14.03.2007
Beiträge: 1402
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Hallo Katzl,
das ist schön, dass du am Mittwoch deine Reha antreten kannst. Ich wünsche dir, dass sie dir hilft, wieder in die Spur zu kommen und du irgendwann wieder "normal" leben kannst. Wo geht es denn hin?
Liebe Grüsse
hexchen
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Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.
Vaclav Havel
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