BWL-Grundlagen für das Sekretariat

Als Sekretärin oder Assistentin müssen Sie Ihren Chef auf hohem Niveau entlasten und gleichzeitig eigenverantwortlich und effizient Ihre Aufgaben managen. Umso wichtiger ist, dass Sie hierbei auf ein fundiertes Grundwissen rund um die betriebswirtschaftlichen Fragen zurückgreifen können.

Eine derartig qualifizierte Unterstützung ist nur möglich, wenn Sie als Sekretärin oder Assistentin die übergeordneten Zusammenhänge, in denen Ihr Chef denkt, verstehen. Deshalb ist ein grundlegendes Wissen im Bereich Betriebswirtschaftslehre für die Aufgaben von heute und morgen für Sie unerlässlich.

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Thema mit vielen Antworten

BEWERBUNGS-LUST / BEWERBUNGS-FRUST 2006 bis ???


Autor Nachricht
Verfasst am: 16. 11. 06 [13:28]
Fossil
Themenersteller
Dabei seit: 31.07.2005
Beiträge: 996
Hallo, liebe Mitbewerber/innen,

ich fände es interessant, wenn hier Positives und Negatives im Zusammenhang mit Bewerbungen gepostet wird.

Und - "Fauch-Modus-AN": Wer am Arbeitsplatz über Langeweile klagt oder sich weigert, Kaffee für Chef zu kochen, der möge hier bitte ab und zu einmal nachsehen und sich so seine Gedanken machen. Danke! "Fauch-Modus-AUS"

Gruß
Fossil
Verfasst am: 16. 11. 06 [13:33]
Sanny86
Dabei seit: 10.08.2006
Beiträge: 746
Zum Bewerbungsfrust:

Nur Absagen. Letzens habe ich eine Absage bekommen, dass die Stelle bereits vergeben sei, die Stelle wurde aber wieder ausgeschrieben. Die können ja wenigstens ehrlich sein.
Bei einer Supermarktkette habe ich mich als Assistentin in eine Filiale beworben, die ist nicht hier wo ich wohne. Die Stelle war beim Arbeitsamt ausgeschrieben, die haben mir aber eine Absage geschickt, weil ich mich doch für eine Stelle in der hiesigen Filiale bewerben soll. Dabei habe ich mich konkret auf diese Stellenausschreibung beworben.
Ansonsten kann ich nur sagen, das die Stellen die so ausgeschrieben werden, fast nur Arbeitszeitfirmen sind. Oder es sind Stellen mit 44h/Woche Arbeitszeit und 1.400,00? brutto verdienst.

"Corruptissima re publica plurimae leges."
->"Je verdorbener der Staat, desto mehr Gesetze hat er." - gemäß Tacitus
Verfasst am: 16. 11. 06 [13:40]
Britta17
Dabei seit: 13.07.2001
Beiträge: 467
Sanny,

so etwas kenn ich auch. Stellenangebot telefonisch über die Arbeitsagentur, kurz darauf Anruf des Unternehmens, kurzes Interview "das hört sich ja sehr gut an, schicken Sie uns doch bitte ganz schnell die Unterlagen, ern auch per Mail." Kein Problem, Mail ist am selben Abend raus, die schriftliche Absage "wir haben uns für einen anderen Bewerber entschieden" kam drei Tage später, die Stelle war aber noch drei Wochen in allen möglichen Stellenbörsen geschaltet und zwar täglich aktualisiert, also immer ganz oben in den Listen. Billige Werbung auf Kosten der Arbeitssuchenden, mehr nicht.

LG
Britta
Verfasst am: 16. 11. 06 [14:01]
doppelnick
Dabei seit: 16.12.2005
Beiträge: 662
In meiner Bewerberlaufbahn ist mir folgendes passiert:

- keine Antwort auf Bewerbung, kein Zwischenbescheid, keine Unterlagen zurück (aber dank Tüftelmeyers Thread, wissen wir ja jetzt, dass manche Bewerbungen einfach gelöscht werden...)

- Absage auf Bewerbung mit den falschen Unterlagen (sprich: Zeugnisse und Lebenslauf einer mir fremden Person)

- Einladung zum Vorstellungsgespräch mit Zusicherung dass innerhalb von 2 Wochen eine Zu- oder Absage kommt (darauf warte ich nach 1 Jahr immer noch....)

- Bewerbungsunterlagen kamen nach 4 Jahren zurück (Wir haben uns leider für einen anderen Bewerber entschieden. Ach neeee!)

- Bewerbung morgens in den Briefkasten der Firma eingeworfen, abends kam sie per Kurier wieder zurück: Wir haben schon jemanden

- Zusage für einen Arbeitsplatz, 2 Tage vorher kam der Anruf, dass die Dame, die eigentlich gehen wollte doch nicht geht...(Vertrag war aber noch nicht unterschrieben, daher rechtens...)

und so weiter, und so weiter.

Ich könnte Romane schreiben!

Liebe Grüße
Doppelnick
Verfasst am: 16. 11. 06 [14:02]
Y1
Dabei seit: 28.02.2002
Beiträge: 1862
Hallo Fossil,

es ist oft so, dass negative Meldungen hier (und auch sonst im Leben) höheren Zuspruch und mehr Feedback finden, als positive. Jeder hat schon einmal etwas Negatives im Zusammenhang mit Bewerbungen erlebt.
Natürlich wird hier auch auf Erfolgsmeldungen reagiert, aber eben doch nicht in so hohem Maße.
Ich glaube, das ist einfach menschlich.
LG
Y1
Verfasst am: 16. 11. 06 [14:02]
Kleene
Dabei seit: 12.09.2005
Beiträge: 449
[quote:d38a4431bf="Britta17"]Sanny,

so etwas kenn ich auch. Stellenangebot telefonisch über die Arbeitsagentur, kurz darauf Anruf des Unternehmens, kurzes Interview "das hört sich ja sehr gut an, schicken Sie uns doch bitte ganz schnell die Unterlagen, ern auch per Mail." Kein Problem, Mail ist am selben Abend raus, die schriftliche Absage "wir haben uns für einen anderen Bewerber entschieden" kam drei Tage später, die Stelle war aber noch drei Wochen in allen möglichen Stellenbörsen geschaltet und zwar täglich aktualisiert, also immer ganz oben in den Listen. Billige Werbung auf Kosten der Arbeitssuchenden, mehr nicht.

LG
Britta

Sowas hab ich auch schon erlebt! Momentan bin ich sehr frustriert! Mich ärgert auch, dass man bei Bewerbungsgesprächen oft unmöglich behandelt wird! Als wäre man total blöd und hätte nichts im Kopf!
Verfasst am: 16. 11. 06 [15:13]
Püppie
Dabei seit: 19.05.2006
Beiträge: 21
Also ich muss mal was positives zu Bewerbungen los werden:

Ich habe im Juli meine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation abgeschlossen und wurde danach in ein befristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Naja, der Traum war es nicht aber immerhin nicht arbeitslos.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich sehr bequem war, mich oft und viel zu bewerben, denn so richtig wollte ich mich mit dem Gedanken nicht anfreunden, bald vielleicht ohne Job dazustehen. Alles schien noch so weit weg.

Habe insgesamt 5 Bewerbungen geschrieben und davon zwei Vorstellungsgespräche in unterschiedlichen Firmen gehabt. Durch Zufall bin ich auf meinen Traumjob aufmerksam gewurden und obwohl ich eigentlich gar nicht so richtig den ausgeschriebenen Anforderungen entsprach, wurde ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen.

Gespräch war einfach toll... Ich dachte aber dennoch, dass ich wohl kein Glück gehabt habe, da ich der Firma wohl zu jung bin. Zweites Gespräch folgte in denen ich mich nun entgültig durchgesetzt habe. Ich bin die jüngste Mitarbeiterin (19) zwischen 2800 Mitarbeitern gesamt. Es ist eine rießen Auszeichnung für mich, dass ich es geschafft habe, mich mit meinem Alter und meiner NUR 4 Monate langen Berufserfahrung durchzusetzen.

Ich bin überglücklich, dass ich meinen Traumjob beim Fernsehen schon gefunden habe und ich ab Dezember dort beginnen kann.

Ich hoffe, ihr habt auch alle noch so ein Glück wie ich es hatte.

Grüße Püppie
Verfasst am: 16. 11. 06 [16:02]
Laetitia
Dabei seit: 12.07.2005
Beiträge: 163
Ich hatte meine negativen Erfahrungen bei Bewerbungen eher in ?jungen? Jahren so mit Anfang 20. Bewerbungsunterlagen habe ich bisher immer zurück erhalten. Bei Vorstellungsgesprächen habe ich die dollsten Dinger erlebt. So nach dem Motto ?Frauen gehören hinterm Herd und bekommen Kinder, was bewerben Sie sich eigentlich bei uns?. Einmal haben sich die 2 Chefs einer Firma während des Vorstellungsgespräches gestritten, weil sie sich über die ausgeschriebene Position gar nicht einig waren, nachdem ich dann ein paar Fragen gestellt hatte. Einmal hat mich einer so fertig gemacht, da bin ich heulend raus. Das würde mir heute nicht noch einmal passieren.

Jetzt mit Ende 30 und einigen Erfahrungen mehr, bin ich eher lockerer dabei. Wenn mir jemand blöd kommt, kann derjenige mich mal kreuzweise.

Manchmal habe ich auch den Eindruck, manche Firmen suchen nur ?Dumme?, die man ausnutzen kann.

Ich habe selber auch mit Bewerbern zu tun und für mich ist es selbstverständlich, dass alle gleich und mit Respekt behandelt werden. Auch wenn ich es manchmal wirklich erschreckend finde, auf welche Art und Weise sich manche bewerben. Allerdings finde ich es auch unterste Schublade, einfach eingehende Email-Bewerbungen zu löschen, selbst wenn es ?dubiose? Email-Adressen sind. Ist für mich ?diskriminierend? und ich würde das auch nicht so öffentlich herumposaunen.
Wenn sie im Spam-Filter hängen bleiben, ist es etwas anderes. Dann sage ich, Pech gehabt, die Technik ist halt so.

Wir machen es übrigens so in den Stellenanzeigen, dass sich die Bewerber selber aussuchen können, ob sie sich online oder mit normaler Post bewerben wollen. Das Argument, man wolle testen, ob die Bewerber auch mit der neuesten Technik vertraut sind, finde ich schwachsinnig.
Verfasst am: 16. 11. 06 [16:22]
Fossil
Themenersteller
Dabei seit: 31.07.2005
Beiträge: 996
Nur damit keine Missverständnisse aufkommen - Löschen der Bewerbungsmails mit seltsamen Absendern finde ich auch nicht okay.

Nur meine ich, genau wie ich nicht im Hausanzug und mit Musikknopf im Ohr zum Vorstellungsgespräch erscheine, so hat eine Fun-E-Mail-Adresse nichts bei einer Bewerbung verloren.

Vielleicht haben diese Bewerber ja auch nur etwas falsch verstanden - sie wollen vielleicht ihren Humor herausstellen und sich so von der "Bewerbermasse" abheben?!?

Wenn die Unterlagen okay sind und es trotz Vorstellungsgespräch nicht zur Anstellung kommt, würde ich vermutlich unter vier Augen darauf hinweisen, dass man sich für die nächste Bewerbung besser eine seriöse Adresse zulegen sollte.

.
Verfasst am: 16. 11. 06 [17:15]
blance
Dabei seit: 12.02.2004
Beiträge: 227
Ich möchte denen, die schon länger suchen Mut zusprechen! Es dauert halt seine Zeit, aber Gutes setzt sich immer durch.

Ich war im zarten Alter von 51 Jahren arbeitslos geworden und habe 1,5 Jahre und 200 Bewerbungen geschrieben. Ich war bereit, jede aber auch wirklich jede Arbeit anzunehmen: man wollte mich wohl nicht! Es gab zu Hauf null acht fuffzehn Absagen, einige sehr nette, nie eine diskriminierende. Ich habe drei!!!!! Vorstellungsgespräche gehabt. Eins ist an den mangelnden Englischkenntnissen gescheitert, zu Recht, und darüber hatten wir auch deutlich im VG gesprochen, ich war bereit mein eingerostetes Englisch zu verbessern, aber wenn es sofort perfekt eingesetzt werden sollte, dann wäre ich nicht die richtige. Das zweite, da hätte mich jeder, der mich mit der zukünftigen Chefin im Bewerbungsgespräch erlebt hätte, für die Chefin gehalten. Und beim dritten, ich war im Gehalt schon sehr tief gesunken, da warte ich heute noch auf Nachricht und auf meine Papiere!

Ich habe meine Bewerbung aber irgendwann geändert. Mein Anschreiben wurde frech - ich hatte es auf normalem Weg versucht, alle besonderen Papiere und Mappenformen haben es nicht gebracht, also hatte ich nichts mehr zu verlieren. Und mit einem Mal wurde ich wohl doch interessant. Nicht für alle, aber für erheblich mehr, als vorher. Und das nächste VG passte, es wurde eine feste, unbefristete Anstellung zu einem mehr als annehmbarem Gehalt.

2 Dinge sind schade, 1. die Arbeit ist relativ weit weg, ich muss sehr lange dafür fahren und 2. Überstunden sind die Regel, meine Woche ist immer mindestens 50 Stunden lang. Und das bei schneller Arbeit, also nicht nur Anwesenheitspflicht. Oft liege ich über den 60 Stunden, aber es wird anerkannt.

Habt Mut, und traut euch ungewöhnliche Wege zu gehen. Klar, meine Bewerbung gefiel nicht allen, aber die, die mich angefordert haben, die konnten mit meiner Art gut umgehen, und ich merke immer wieder, dass dieser Humor hier an meiner jetzigen Stelle nicht falsch ist.

Viel Glück
blance



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