17 Kommaregeln: So setzen Sie das Komma richtig ein
19. Oktober 2009 | Thema: Rechtschreibung | Kommentare lesen (0) | 



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Wie oft haben Sie sich schon gefragt, ob in einem Satz ein Komma nun gesetzt wird oder nicht? Der SekretärinnenBriefeManager hat für Sie die 17 Kommaregeln zusammengefasst:
Kommaregel 1: Das Komma trennt Aufzählungen gleichartiger Satzglieder. Diese Kommaregel gilt nicht, wenn die Satzglieder durch "und" bzw. "oder" verbunden sind.
Beispiel: Im Büro ist es kalt, hell und sehr hellhörig.
Kommaregel 2: Vor entgegengesetzten Konjunktionen wird ein Komma gesetzt (zum Beispiel: doch, sondern, aber, allein, jedoch, vielmehr).
Beispiel: Das Auto ist nicht grün, sondern blau.
Kommaregel 3: Nach Anreden steht ein Komma.
Beispiel: Herr Müller, Sie stehen auf meinem Parkplatz.
Kommaregel 4: Empfindungswörter werden durch ein Komma abgegrenzt.
Beispiel: Schade, es regnet heute wieder.
Kommaregel 5: Appositionen werden durch Kommas eingeschlossen.
Beispiel: Mein Kollege, dieser Feigling, hat Angst bei Gewitter.
Achtung: Unterscheiden Sie zwischen Aufzählung und Apposition (Beisatz).
Der SekretärinnenBriefeManager-Tipp: Vermeiden Sie Satzkonstruktionen, bei denen das korrekte Verstehen der Information von einem Komma abhängt!
Kommaregel 6: Erläuterungen, die durch "zum Beispiel", "nämlich",
"das heißt", "wie", "und zwar" eingeleitet werden, schließt man mit Kommas ein.
Beispiel: Er ist ein Angsthase, und zwar ein großer.
Kommaregel 7: Hauptsätze werden in Satzreihen durch Kommata getrennt. Das gilt auch, wenn ein Hauptsatz in einen anderen eingeschoben wird. Wenn zwei Hauptsätze durch "und" bzw. "oder"
verbunden sind, dann können diese durch Komma getrennt werden.
Beispiel: Es fing an zu regnen, mein Fahrrad war platt und das Schloss ging auch nicht auf.
Kommaregel 8: Satzteile, die durch Konjunktionen in einer Art Aufzählung verbunden sind, werden durch Kommata getrennt. (Zum Beispiel: "einerseits – andererseits", "je – desto", "teils – teils", "nicht nur – sondern auch")
Beispiel: Nicht nur ich fuhr dann mit dem Bus, sondern auch meine Kollegin.
Kommaregel 9: Gliedsätze werden durch Komma vom übergeordneten
Hauptsatz getrennt. Dies gilt für:
- Begründungsätze, zum Beispiel: Er ist schon da, weil er schnell gefahren ist.
- Den indirekten Fragesatz, zum Beispiel: Ich wusste, wann er kommt.
- Für Relativsätze, zum Beispiel: Das Hotel, das du so schön fandest, steht in Lippstadt.
Kommaregel 10: Aufzählungen gleichartiger Gliedsätze werden durch Komma getrennt, wenn diese nicht durch "und" beziehungsweise "oder" verbunden sind.
Beispiel: Ich möchte dort Urlaub machen, weil das Wetter gut ist, weil es sehr günstig ist und weil es nur zwei Stunden Flug sind.
Kommaregel 11: Herausgehobene Satzteile, die durch Pronomen oder Adverb neu aufgenommen werden, trennt man durch Komma.
Beispiel: Die Sissi, das ist unsere süße Katze.
Kommaregel 12: Erweiterte Infinitive mit "zu" werden durch Komma abgetrennt.
Beispiel: Anstatt zu arbeiten, liegt er faul in der Sonne rum.
Kommaregel 13: Wenn durch "es" auf den einfachen Infinitiv "zu" hingewiesen wird, dann wird dieser durch Komma abgetrennt.
Beispiel: Um es zu beherrschen, muss man es üben.
Kommaregel 14: Das erweiterte Partizip kann durch Komma vom Satz getrennt werden. Wenn es allerdings in den Satz eingeschoben ist, muss es durch Komma getrennt werden.
Beispiel: Von ihrer Schönheit geblendet(,) trug er ihre Koffer.
Aber: Er trug ihre Koffer, geblendet von ihrer Schönheit, bis auf ihr Zimmer.
Kommaregel 15: Ungebeugte Partizipien werden durch Komma vom Satz getrennt, wenn diese durch "und" verbunden sind.
Beispiel: In unserem Keller, kalt und dunkel, gibt es viele Spinnen.
Kommaregel 16: Zwei nachgestellte Adjektive werden durch Komma vom Satz getrennt, wenn diese mit "und" verbunden sind.
Beispiel: Alle Bilder, große und kleine, gefallen mir sehr gut.
Kommaregel 17: Mehrteilige Datums- und Zeitangaben werden durch Komma getrennt.
Beispiel: Es war Montag, der 3. Juni 1985.
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