Ich melde mich ab in den Weihnachtsurlaub
15. Dezember 2008 | Thema: Tagebuch der Sarah Kammberg | Kommentare lesen (0) | 



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Endlich ist es soweit! Am nächsten Wochenende fahren wir mit unserem Patenkind und seinen Eltern für eine Woche in den Schnee! Ich freu mich schon riesig darauf, mit ihnen die Weihnachtstage zu verbringen. Meine Freundin und ich sind Anfang Dezember heimlich die Wunschliste von Sven durchgegangen. Mein Mann und ich haben uns dann ein paar Wünsche rausgesucht und mir sind noch einige kleine Überraschungen passend dazu "zufällig" in die Finger gefallen. Ich hab zwar noch keinerlei Vorstellung, wie ich all die Päckchen an einem doch sehr neugierigen Kind vorbei bekommen soll, aber irgendwas wird mir noch einfallen. Er ruft fast jeden Abend an und kann vor Aufregung schon jetzt kaum noch schlafen. Für ihn ist es sein zweiter Skiurlaub und er kann es kaum erwarten, uns seine Künste vorzuführen.
Mein Mann fährt leider nicht Ski und ich gehöre auch eher der Kategorie "hoffnungsvoller Anfänger" an, aber wir werden sicherlich viel Spaß zusammen haben. Ich habe nur so das dumpfe Gefühl, dass mich Sven sehr schnell abhängen wird, wenn wir beide zusammen losziehen. Es ist halt doch etwas anderes, ob man als Kind eine Sportart erlernt oder erst als Erwachsener. Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Versuche auf dem Idiotenhügel und an all die Kleinen, die zum Teil rechts und links völlig unerschrocken an mir vorbeigedüst sind. Auf ihren extrem kurzen Skiern und mit ihren Helmen und Skibrillen waren all die Kids, die wie auf einer Perlenkette aufgereiht hinter ihrem Skilehrer den Hang runter kamen, ein toller Anblick.
Aber vor allem freue ich mich auf ein paar Tage Auszeit. Und auf die Natur. Und auf die frische Luft. Und auf die viele Bewegung. Und auf ruhige Abende mit meinem Mann und unseren lieben Freunden. Und auf den "Kurzen". Er hasst es, wenn ich ihn so nenne. Denn seit dem Sommer ist er in der Schule und dann ist man schließlich ein Großer und kein Kurzer mehr. Ich erkläre ihm dann immer, dass ich es schließlich war, die ihn bei der Taufe über das Becken gehalten hat und dass ich dadurch ein paar "Sonderrechte" hätte. Da kann er dann nichts gegen sagen, aber ich muss ihm versprechen, ihn so niemals vor seinen Kumpels zu nennen. Und das mach ich doch gerne. Ihm das versprechen meine ich.
Aber ein bisschen aufgeregt bin ich doch auch. Das muss ich zugeben. Einem Kind einen rundum schönen Weihnachtsabend zu bescheren, ist eine Aufgabe, die man mit viel Ernsthaftigkeit angehen sollte. Ich hab mich von den Müttern im Büro beraten lassen und sie hatten ein paar ganz tolle Ideen. Mal gucken, welche ich überhaupt am Urlaubsort umsetzen kann. Aber ich hab ja noch ein paar Tage für die Vorbereitungen Zeit. Aber eins weiß ich schon: ich freu mich selber wie ein Kind auf die Augen dieses Kindes.
Ich wünsche Ihnen allen jetzt schon eine friedliche Weihnacht und einen guten Rutsch in ein gesundes Jahr 2009. Und was macht Ihre Lösung unseres Adventskalenders? Es fehlen ja jetzt nur noch wenige Buchstaben. Ich wünsche Ihnen viel Glück!
Ihre Sarah Kammberg
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