Daran erkennen Sie eine gelungene und formvollendete Begrüßung

31. März 2010 | Thema: Kommunikation im Sekretariat  | Kommentare lesen (1) | (14)

Eine Begrüßung gehört zu den alltäglichen Knigge-Themen. Dennoch ist es erstaunlich, dass dabei vieles falsch gemacht wird – aus Unwissenheit oder mangelndem Taktgefühl. Bringen Sie sich mit dem Großen Knigge jetzt auf den neuesten Stand!

1 . Aufstehen zur Begrüßung

Für eine formvollendete Begrüßung stehen Damen und Herren heutzutage
auf, um sich auf gleicher Augenhöhe zu begegnen und auf gleicher Ebene zu kommunizieren. Diese Regel ist insbesondere im Geschäftsleben wichtig.

2. Jackett vor der Begrüßung schließen

In förmlichen Situationen schließen Sie zur Begrüßung Ihr Jackett oder Ihren Blazer. Insbesondere ältere Menschen wissen noch, dass dies eine Geste des Respekts darstellt, und werden es Ihnen danken.

3. Hände zur Begrüßung aus der Hosentasche!

Während der Begrüßung konzentrieren Sie sich voll und ganz auf den Menschen, der Ihnen gegenübersteht. Sie sind nicht mit Ihrem Handy, der Zigarette oder einem sonstigen Gegenstand, der Sie ablenkt, beschäftigt. Ihre Hände sind zu sehen und signalisieren, dass Sie offen sind und nichts zu verbergen haben. Die linke Hand während der Begrüßung in der Hosentasche zu lassen wirkt reserviert. Ältere Menschen deuten diese Geste außerdem als Respektlosigkeit.

Welche Türöffner und Tabus Sie bei Ihrer Selbstvorstellung beachten sollten, lesen Sie hier ...

4. Keine Schwitzehände bei der Begrüßung

Es ist ein unangenehmes Gefühl, zur Begrüßung eine kalte oder nass geschwitzte Hand zu drücken. Reiben Sie kalte Hände, wenn Zeit ist, vorher warm. Nasse Hände trocknen Sie mit einem Taschentuch. Im Notfall ist es besser, den Schweiß an der eigenen Kleidung abzuwischen, als jemandem eine feuchte Hand zu reichen.

5. Mit leichtem Druck

Drücken Sie beim Handschlag mit mittlerer Kraft ein Mal kurz zu. Die Hand- und Fingermuskeln sind dabei leicht angespannt. Ein lascher Handschlag fühlt sich an, als wenn Sie einen toten Fisch greifen. Das ist genauso unangenehm wie ein zu fester Handschlag à la "Schraubstock-Griff". Bedenken Sie außerdem: Hände werden zumindest in Deutschland zur Begrüßung "gereicht", nicht "geschüttelt". Angenehm ist ein kurzer, (nicht zu) kräftiger Druck . Die Hand des anderen mit beiden Händen innig zu umfassen, ist im Geschäftsleben in der Regel unpassend und ein unangemessener Eingriff in die Privatsphäre.

6. Blickkontakt bei der Begrüßung

Halten Sie während des Handschlags Blickkontakt. Wenn Sie eine Sonnenbrille tragen, nehmen Sie diese vor Begrüßung unbedingt ab, damit Ihr Gegenüber Ihre Augen sehen und Sie besser einschätzen kann.

7. Keine Barrieren

Reichen Sie einem Gast (Kunden, Geschäftspartner, Bewerber) die Hand zur Begrüßung nie über Ihren Schreibtisch hinweg. Dadurch bauen Sie eine Barriere auf. Treten Sie stattdessen neben Ihren Schreibtisch bzw. gehen Sie dem anderen entgegen.

8. Namen merken

Merken Sie sich den Namen Ihres Gegenübers und wiederholen Sie ihn gegebenenfalls noch einmal. Zeigen Sie dem anderen bereits bei der Begrüßung, dass Sie sich über den Kontakt/das Kennenlernen oder das Wiedersehen freuen: "Nachdem wir schon so oft miteinander telefoniert haben, freut es mich, dass wir uns endlich persönlich kennenlernen."

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Schlagwörter: Begrüßung, begrüßen






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Hallo Gast

1

pseudonym | 9. April 2012, 12:46 Uhr

Sie haben gut reden - "keine Schwitzhände vor der Begrüssung", das macht mich gerade etwas sauer! schon mal was von Hyperhidrose gehört!? - übermässige, meist vererbte Schweissproduktion, u.a. stark an den Händen. Es ist sicherlich höflich, eine feuchte Hand zuerst an der Hose oder am Taschentuch zu trocknen, aber bei Betroffenen bringt das wenig! Also: Knigge mag in Ordnung sein, doch manchmal einengend oder sogar menschenverachtend!

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